Macht der Bilder oder: Wie das Fernsehen Afrika definiert
Auf den Seiten der Freiheitsfabrik gibt es einen interessanten Artikel über die Macht der medialen Bilder am Beispiel der europäisch-westlichen Sicht auf Afrika.
Mit den Lafontaines, die vor diesen Fremdarbeitern dann Angst schüren und mit den um den Werbeeffekt gebrachten Pop-Größen, denen dann die Mitleidsmasche abhanden käme, werden wir schon leben können.
"Ein solches artifizielles Gesicht für AFRIKA ist das kleine Negerkind mit den grossen, leuchtenden Augen, die ausgemergelte Mutter mit dem Neugeborenen an der schlaffen Brust und der Weitwinkelblick über ein austrocknendes Wasserloch mit einem Tierschädel im Mittelgrund."Der Verfasser setzt dieser Sicht, die direkt zum Spenden, zur finanziellen Hilfsbereitschaft und zur klassischen Entwicklungshilfe führt, ein provokantes Bild entgegen, das natürlich in keiner Fernsehsendung über das hilfsbedürftige Afrika gezeigt würde:
"...Bilder[n] von afrikanischen Eliten, die diese Hilfen letztendlich wohl zu einem Grossteil in die gierigen Pfoten bekommen, mit den sternglänzenden Fuhrparks, den Villen, den Waffen, den Panzern und Düsenjets, mit Militär- und Krönungsparaden, mit all den feist grinsenden Völkermordungeheuern (von westlichen und östlichen Gnaden)..."Der Artikel deckt meines Erachtens wunderbar den "Sozialkitsch" auf, der letztlich Leiden und Elend verlängert. Weil er sich in altruistischen Gefühlen der Hilfsbereitschaft verliert statt die "Hilfsbedürftigen" als gleichberechtigt anzuerkennen. Denn dann würde das erste Ziel jeder Hilfe heißen müssen, diese uns gleichberechtigten Menschen auch tatsächlich zu gleichem Recht zu verhelfen. Zum gleichen Recht auf Freiheit, auf demokratische Mitbestimmung und zum gleichen Recht Handel zu treiben statt auf Almosen angewiesen zu bleiben.
Mit den Lafontaines, die vor diesen Fremdarbeitern dann Angst schüren und mit den um den Werbeeffekt gebrachten Pop-Größen, denen dann die Mitleidsmasche abhanden käme, werden wir schon leben können.

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