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07 Juli 2005

Anschlag

Ein furchtbares Deja-vu-Erlebnis: Beim Mittagessen der Kollege, der von Anschlägen erzählt. Dieses Mal also London. Tote, Verletzte, furchtbare Bilder von Zerstörung und Panik.

Im November 2001 steigerte eine Angst den Schrecken der Bilder. Ich konnte sie damals nicht definieren, spürte sie nur und empfand das, was wohl viele fühlten: Etwas hat sich grundlegend geändert.

Heute weiß ich, dass ich mich getäuscht habe. Grundlegend geändert haben die Terroristen die Welt nicht. Sie konnten tausendfach morden, ihre wirre Ideologie konnten aber nicht das ihnen verhasste System der Freiheit besiegen.
Im Gegenteil - sie haben den Blick der Weltöffentlichkeit auf die traurigen, elenden Verhältnisse gelenkt, in denen Menschen nicht mehr leben sondern nur noch sterben wollen. Wofür dann die Propagandisten des Todes, die Hass-Prediger und Diktatoren bereitstehen.
Die Welt hat angefangen hinzusehen und zu reagieren.

Und so wird es auch dieses Mal sein (sollten die Anschläge aus derselben Ecke stammen): Leid können sie verursachen, gewinnen können sie nicht.